Familienbett mit Teenagern?

Es gibt ja Familien, für die ist ein Familienbett undenkbar. Wiederum andere Familien können es sich nicht anders vorstellen, als gemeinsam in einem Zimmer und einem Bett zu schlafen.

Dieses Thema ist also eher ein „einlastiges“ Thema und triggert viele.

  • Die, die Familienbett toll finden fühlen sich von denen getriggert, die es nicht leben und ihr Baby bereits kurz nach der Geburt in das eigene Zimmer verfrachten.
  • Die, die Familienbett schädlich finden, regen sich über Eltern auf, deren Kinder in ihren Betten schlafen.

Ein herrliches Thema also –

Schauen wir, was die Norm unserer Gesellschaft so vorgibt, dann haben Kinder bereits ab der Geburt ihr eigenes Bett / Zimmer.

Wir als Wildnisfamilie halten uns an keine Norm, sondern schauen einfach, was uns (und und auch den Kindern) gut tut und tun das dann. Niemals würden wir dabei gegen den Willen der Kinder gehen. Wobei ich sagen muss, dass ich auch zu den Eltern gehört habe, die die Kinder nicht im Familienbett hatten. Also meine ersten Kinder lagen im Stubenwagen neben mir. Doch ich habe mich entwickelt und meinen eigenen (Herzens)Standpunkt gefunden. Ich habe mich befreien können von irgendwelchen diffusen Vorgaben der Gesellschaft. Heute höre ich auf mein Herz.

Wir haben mit unseren Teenagern immer wieder Phasen, in denen wir gemeinsam in einem „Zimmer“ schlafen. Sei es unsere Wohnjurte oder aber unser Wohnmobil. Ansonsten leben sie in ihren eigenen Bereichen, die sich sich manchmal mit den Geschwistern teilen.

Die engste Schlafstelle war jedoch ein Lean-to und eine Sommerlodge. Das war in der Zeit, als wir als Familie wie Steinzeitmenschen gelebt haben. Wir beschreiben diese tolle Zeit in unserem Buch: Eine Familie zieht in die Wildnis, das es aktuell 40% preisreduziert zu bekommen ist. Dort findest Du auch Bilder von diesem Lean -to und der Lodge!

Buchcover für Eine Familie zieht in die Wildnis

Ein Lean-to ist „eine Art Carport“ für Menschen. Man ist Wettergeschützt und sieht doch den Sternenhimmel in der Nacht. Vor dem Lean -to kann man ein Feuer entzünden. Das wärmt angenehm und läd dazu ein Geschichten zu erzählen. Solche Lagerfeuerabende prägen sich tief in uns ein!
Dieses Lean -to war etwa vier Meter lang. Wir haben dort mit 8 Personen geschlafen.

Die Sommerlodge war im Durchmesser etwa drei Meter und auch darin schliefen wir zu acht und hatten all unser Equipment mit in der Lodge. Es war nicht wirklich möglich auf dem Rücken zu schlafen. Zumindest nicht die ganze Nacht. Man musste einen Zeitpunkt erwischen, an dem man sich genug Platz verschaffen konnte, weil genug andere auf der Seite schliefen.

Im Hintergrund hörten wir oft die Kojoten heulen! Wie ursprünglich und schön! Unsere Vorfahren haben so gelebt. Sie haben sich „das Bett“ als Clan geteilt. Es gab damals also nicht nur „Familienbetten“, sondern „Clanbetten“.

Wir haben damals in der Wildnis gelernt zusammenzurücken. Ich wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben gelernt uns zu arrangieren, miteinander klarzukommen.
Das Erlebnis hat uns bis heute geprägt und begleitet uns als Familie.

Sind wir im Wohnmobil unterwegs, haben alle Teenager ihre eigenen Betten. Und doch teilen wir im Prinzip einen Raum. Gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig.
Wir lieben es abends eine Geschichte vorzulesen. Auch die Teenager lieben diese gemeinsamen Abende.

Wen willst Du neben Dir haben?

Die Frage ist doch, wen wir neben uns haben wollen, wenn wir einschlafen und wer es sein soll, der neben uns aufwacht?

Sollte das nicht eine Person sein, die man liebt? Ich denke ja! Und gerade unsere Kinder sind es doch, die wir lieben. Daher liegt es für mich nahe, genau sie um mich zu haben. Denn diese Zeit geht so schnell vorüber.

Dein Herz in meiner Hand

Du liegst schlafend in meinem Arm.
Meine Hand spürt Dein Herz und Deine Atmung.
Beides im Kindertakt.
Deine Haare kitzeln mein Gesicht und riechen nach Heu.
Du zuckst während Du im Land der Träume bist.
Ich begleite Deinen Schlaf und bin dankbar für Dich und Dein junges Leben und Dein Vertrauen, was Du mir schenkst!
Mir, Deinem größten Schatz, wie Du mir vorhin vor dem Einschlafen erklärt hast.
Ich als Mama bedeute für Dich das Universum.
Du bist noch so klein und gehst doch mit riesenschritten auf Dein Erwachsensein zu, während sich Deine Kinderhand in meine schummelt.
Bevor Du einschläfst philosophierst Du:
„Mami, morgen bin ich groß“
Ich lächle über Deine schmutzigen Füße und Deine wackelnden Fußzehen und bin berührt von der wahren Tiefe Deiner Aussage.
Ja, die Zeit rennt und Du wirst schnell groß sein!
Erneut wird mir bewusst, wie kostbar unsere Zeit ist.
Ich spüre tiefe Dankbarkeit und genieße den Moment Deiner Kindheit und atme noch einmal den Duft Deiner Heu Haare ein.
Ohne Familienbett würde mir etwas fehlen.
Dieser Moment, diese Zeit – DU!
Gerade redest Du im Schlaf, streckst mir einen Deiner Füße ins mein Gesicht.
Ich knutsche Dir dann einen dicken Kuss auf Deine Backe, streichle Dir durchs Haar und decke Dich zu.
Deine Atemzüge singen mich in den Schlaf.
Wir treffen uns auf der Traumwolke mein Kind.
Oder Deine Arme werden mich morgen früh begrüßen.
Diesmal knutscht Du mir einen dicken, nassen Kuss auf meine Backe und sagst:
Ich hab Dich lieb Mami!
Welch schöneren Abend und welch schöneren Morgen kann ich mir vorstellen?
Familienbett!

Line Fuks

Blume

Weitere Tipps:

Eine sehr tolle Seite ist: Familienbetten

Authorline

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